Fotobox selber bauen - was braucht man?
Was braucht man alles für eine selbstgebaute Fotobox?
Fotoboxen kann man wie das Thema verrät auch selber bauen. Gerade im Privatbereich bei Geburtstagen, Hochzeiten, Grillhütten-Feten oder Mottopartys wird das gerne gemacht. Die einen machen es aus Kostengründen um sich die Miete zu sparen, die anderen sind “Technik-Nerds” und wieder andere sind DIY (Do-it-yourself) Typen die gerne dekorieren, selber das Essen machen, oder halt eine Fotobox selber bauen wollen.
Was braucht man alles? Eine Fotobox besteht aus folgenden Bestandteilen. Einem Stativ bzw. Fuß und einem Korpus für die Technik. Gerade das Thema Technik kann dann auch sehr umfangreich sein. Aber wir fangen mal klein und simpel an.
Die Grundbestandteile und optionale Empfehlungen
Es gibt einige Basics die man braucht bzw. nutzen sollte. Aber auch diverse optionale Bauteile und Technik die man einsetzen kann. Hier folgen erst die Basis-Bestandteile und dann folgen einige Erweiterungen und Möglichkeiten die Fotobox zu pimpen.
Das Stativ
Gut ist es, wenn sich Fotobox aufstellen lassen. Man kann sie zwar auch ohne Fuß, z.B. auf einen Tisch oder ähnliches stellen, aber am praktischsten ist es wenn man “was drunter” hat. Das kann ein drei Beinstativ aus dem PA/Musik Bereich sein, ein Unterbauschrank, ein Kamera Stativ, ein Truss-System oder ähnliches. Warum ein Fuß bzw. Stativ? Zum einen ist das für den Aufbau bzw. Position der Fotobox wichtig. Mit einem Stativ ist das viel einfacherer, als wenn man z.B. einen Stehtisch oder ähnliches braucht. Und meist lässt sich die Fotobox darauf dann nicht fixieren. Auch was Verkabelung oder andere Bauteile angeht, ist es einfacherer mit einem Stativ.
Der Korpus
Dann braucht man ein Gehäuse wo die ganze Technik verbaut wird. Diese können aus Holz selbst gebaut oder geschreinert werden. Holz eigenet sich gut für das anbringen von Komponenten für das Innenleben. Man kann aber auch Cases aus dem PA Bereich umbauen. Oder komplett eigene Selbstbauten aus anderen Materialen oder was man “ausschlachten” kann, je nachdem wie man handwerklich begabt ist. Der Korpus braucht diverse Löcher bzw. um verschiedene Funktionen bereitzustellen. Verkabelung für intern und extern, Stativ Fassung/Anbringung, Lüftung, Administrations Türen/Deckel, Halterungen, Aussparrungen für verschiedene Anbauteile (Monitor, Licht, Drucker, …). Der Korpus sollte robust sein, aber man sollte auch auf Gewicht oder Transport-Größe achten. Genauso für den Transport sollte er gegebenfalls geschützt werden was Technik oder auch Optik angeht.
Computer/Display
In den Korpus sollte man eine Rechen Einheit haben. Das können Tabletts sein oder Computer. Diese sollten eine gewissen überdurchschnittliche Office-Leistung haben. In der Regel sollten es Mini-PCs sein, damit man Platz und Gewicht spart. Tabletts haben den Vorteil, das sie leicht und direkt ein Touchdisplay haben. Funktional sind sie eher etwas eingeschränkter als ein PC.
Monitor
Besonders gut sind Touchscreens. Die sind zwar meist etwas schwerer, aber für die Funktion einer Fotobox ideal. Auch spart man sich Fernbedienungen, Buzzer, … als Auslöser. Die Größe sollte bei 10 Zoll anfangen. 15, 22, Zoll, …sind eher die Regel. Man braucht entsprechende Halterungen und Verkabelung sowie Ein/Ausgänge von Monitor zum PC.
Kamera
Sofern man ein Tablett hat, könnte man die interne Kamera nutzen. Das ist in der Regel die interne Frontkamera, die meist schlechter ist (als z.B. auf der Rückseite). Besser eigenen sich Webcams oder direkt Spiegelreflexkamera. Je nach Anspruch den man hat. Wichtig das die Kameras PC Kompatibel sind.
Software
Es gibt eine Fotobox Programme. Da gibt es viele die sehr gut sind. Einige Einsteiger Programme wie DSLRBooth, aber auch Systeme wie Breeze mit dem man extrem viel einstellen kann. Wir empfehlen erst mal “keep it simple”. Programme gibt es zum Teil als Demo. Die meisten Programme sind mittlerweile Abo-Systeme.
Natürlich braucht man in der Regel auch ein Betriebsystem wie Windows, Linux, MacOS usw.
Es folgen einige Empfehlungen und auch Überlegungen
Es gibt einige Basics die man braucht bzw. nutzen sollte beim Bau einer Ftoobox. Aber auch diverse optionale Bauteile und Technik die man einsetzen kann. Hier folgen erst die Basis-Bestandteile und dann folgen einige Erweiterungen und Möglichkeiten die Fotobox zu pimpen.
Hier folgen demnächst weitere Punkte zu den Themen:
Licht
Fotografieren lebt von Licht(Setzung). Deshalb sollte bei jeder Fotobox das Thema “Licht” bzw. Beleuchtung gehören. Wer es “einfach” haben will, arbeitet mit Strahlern. Diese sollen in oder an der Fotobox verbaut sein. Oder es müsste 1, 2 separate Strahler sein. Es empfiehlt sich LED Technik. Oder sogar Strahler die Kaltweiß, Warmweiß, …. einstellbar oder sogar stufenlos regelbar haben. Strahler die die Leistung steuern können sind auch gut (dimmbar). Sofern es Strahler sind, die separat aufgebaut werden, eigenen sich Video-Leucht-Systeme.
Blitz(Systeme)
Besser als Strahler sind Blitz-Systeme aus dem professionen Fotografie-Bereich. Sogenannte Blitzköpfe. Diese kann man in die Box bauen, dazu sollte man aber Lichtdurchlässige Frontscheiben nutzen, am besten mit Streu-Licht-Beschichtung (Diffusor). Vorteil ist, das die Box kompakt wird, aber das Risiko von Schattenbildung im Fotografier-Bereich kann entstehen. Deshalb können Blitzköpfe auch auf der Box befestigt werden. Dazu muss Strom und das Syncokabel (Blitzbefehl von Kamera zum Blitz) aus der Box rausgelegt werden. In der Regel reicht ein Blitz. Sofern man Greenscreen-Technik nutzen will, sollte man über einen 2. Blitz nachdenken. Für Blitzköpfe gibt es noch verschiedene Diffusor Aufsätze. Diese empfehlen sich um noch bessere Lichtverteilungs-Ergebnisse zu haben, wenn 5, 8, 10, … Personen vor der Fotobox gleichbleibend vom Licht her fotografiert werden sollen.
Drucker
Eine gute Empfehlung sind auch Fotodrucker für die Fotoboxen. Von Tintenstrahldruckern oder aufkeinen Fall Laserdruckern raten wir ab. Es sollten Thermosubliations Drucker sein. Diese eigenen sich sehr gut für die Fotografie. Das können Einsteiger Drucker sein. Diese haben meist eine Druckzeit von 30-60 Sekunden, und haben relativ kleine Papier-Schubladen bzw. Farb-Folien-Kassetten. Professionelle Fotodrucker sind eher eine Empfehlung. Diese haben meist eine Druckzeit von unter 10 Sekunden, und können 200, 300, 400 … Fotos intern schon verbaut haben. Bei Druckern sollten man überlegen ob man die hin kommen. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten mit den unterschiedlichen Vor- und Nachteilen. Zum einen können die separat stehen. Oder sogar in einem Gehäuse/Ständer. Das entzerrt Menschen vor der Box, aber man hat mehr Platzverbrauch in der Location, und gegebenfalls störende Kabel. Drucker an der Box (z.B. drunter) am Fuß bzw. Stativ zu verbauen kann auch eine Lösung sein. Das ist oft praktisch bei kleinen Druckern, aber diese sind dann für alle Gäste udn Besucher “im Zugriff”. Drucker können aber auch in der Box verbaut sein bzw. das diese intern eingeschoben werden. Der Papier Auswurf sollte dann nach außen gelegt werden damit Gäste an ihre Bilder dran kommen.
Technik, Tipps, Abwägungen
Eingabegeräte
Damit man den Computer bedienen kann, braucht man in der Regel eine Tastatur und/oder eine Maus. Hier gibt es "Laptop"-Tastaturen die per Funk/Bluethooth arbeiten. Diese haben ein integriertes Mouse-Touchpad. So das man keine seperate Maus braucht. Das man die Administration wesentlich einfacher, und man hat keine Kabel die stören oder verbaut werden müssen.
Dauerstrom für Kamera
Sofern man eine Spiegelreflexkamera einsetzt, sollte man eine Dauerstrom-Lösung verbauen. Das sind meist Akku-Dummys die in der Kamera fest verbaut sind. An der Kamera sollte man Energiesparmodis, Standby-Funktionen usw. deaktivieren, da sonst Kameras auch mal “aufeinmal” aus sein können.
Türe/Deckel/Verschluss
Gut ist es wenn der Korpus “irgendwie” zu öffnen ist. Für Administation, Einstellungen, Kamera, Objektiv, Drucker…. Bedienung. Das sollte eine Türe, Deckel, Blende, … sein. Es ist gut, wenn man diese verschließen kann mit einem Schlüssel, damit keine Gäste “an der Box rumspielen” können bzw. der verbauten Technik. Meist reichen schon Briefkasten-Schlösser.
Kamera über den Monitor oder darunter
Als Empfehlung für die Kamera-Höhe eigenet sich eine Fotografie-Höhe von circa 160 cm. Man muss nun Fuß, Korpus, Monitor Größe und bauweise beachten, um zu überlegen ob die Kamera über den (Touchscreen)Monitor soll, oder darunter. In den meisten Fällen ist die Kamera über dem Monitor verbaut.
Weitere Technik, Funktionen, …
Es gibt einige weitere Funktionen die man bei Fotoboxen nutzen könnte,bzw. Funktionen die den Fotobox-Einsatz erweitern. Dazu können Foto-Sharing-Möglichkeiten gehören. Dazu bräuchte man in manchen Fällen/Lösungen Internet, per WLAN oder z.B. LTE(Router). Ähnlich wäre es, wenn man sich Remote auf die Fotobox aufschalten will. Bei Störungen oder Einstellungen, ….! Ebenfalls sind KI-Funktionen aktuell am kommen, für z.B Remove-Background-Funktionen, Filter, usw.!
Fotobox selber bauen - die Risiken
Wie oben erwähnt gibt es einige Vorteile und auch “Lust” am bauen einer eigenen Fotobox. Aber es gibt leider auch Risiken. Z.B. sagen wir bei Hochzeiten “Kein Tag für Experimente”. Es gibt Dinge die man selbstmachen kann bei einer Hochzeit, aber oft ist eine Fotobox ein Highlight, und wenn die nicht fehlerfrei funktioniert, kann das Stress oder sogar für Probleme im zwischenmenschlichen bedeuten. Deshalb sollte man vorher ausgiebig Tests machen. Ebenso sieht man anhand der vielen Tipps, Bauteile, … das es extrem viele Schnittstellen usw. gibt, die können schon beim Bau zu Frust führen. Neu machen, Bestandteile “demoliert” weil man ein Loch falsch, zu groß, … gemacht hat. Auch kann es sein, das man extrem viele Bauteile oder Technikien ausprobieren muss um Technik und Ergebnisse/Qualität dahin zu bringen, wo man in der Theorie hin wollte.